Wenn die Toten nicht auferstehen,
dann »lasst uns essen und trinken; denn morgen sind wir tot!« Lasst
euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.
Heute lebt man fast zwei Jahrzehnte länger als noch vor hundert
Jahren. Und doch hatten unsere Vorfahren viel mehr Zeit. Heute reichen auch
acht Lebensjahrzehnte nicht aus, um alles zu erreichen und alles zu erleben.
Der große Unterschied liegt nicht in den erweiterten Möglichkeiten, die sich
heute bieten. Vielmehr lebten damals so viel mehr Menschen mit der Hoffnung,
die uns Ostern bringt. Seit Jesus auferstanden ist, wissen wir, das Leben weiter geht in der Ewigkeit. Wer
diese Hoffnung nicht hat, muss heute essen und trinken und genießen und
erleben, was das Zeug hält. Ob es ein Morgen gibt, bleibt ungewiss. Auf den
ersten Blick wirkt eine solch lebensfrohe Einstellung ansteckend. Genieße den
Tag!
Jedoch verdirbt diese Art von Lebenslust die guten Sitten.
Gemeint ist die ganz andere Einstellung zum Leben, die aus der Hoffnung auf die
Auferstehung fließt. Nun aber ist Christus auferstanden! Ja, er lebt und er wird
am jüngsten Tag alle Menschen auferwecken. Der Tod markiert nicht den
Schlusspfiff. Es gibt noch Nachspielzeit für dein Leben. Du musst hier nicht
alles erleben und erreichen und genießen. Es gibt ein Leben der Auferstehung.
Wie lange dürfen Gottes Kinder nach der Auferstehung leben? Müssen wir uns
wieder auf sieben oder acht Jahrzehnte beschränken, um nachzuholen, was wir
hier nicht geschafft haben? Nein, das Leben im Himmel kennt keinen Tod mehr,
auch kein Leid und kein Geschrei. So bleibt für dieses Leben die Aufgabe, deinem
Heiland zu danken und ihm zu dienen - in den wenigen Jahrzehnten, die er uns auf
dieser Erde gibt.