Christen brauchen immer neu die Stärkung durch Gottes Wort und das heilige Abendmahl, um im Glauben zu bleiben und in der Erkenntnis zu wachsen. Deshalb ist für uns der sonntägliche Gottesdienst das Zentrum des Gemeindelebens. Hier findet die Glaubensgemeinschaft im gemeinsamen Bekenntnis, Gebet und Lied Ausdruck und wird als Segen erfahren. Die Taufe unserer Kinder und zum Glauben gekommener Erwachsener, die Konfirmation, die kirchliche Trauung unserer Eheleute und die christliche Bestattung unserer Verstorbenen sind für uns selbstverständliche Äußerungen des Gemeindelebens. Wo es die Verhältnisse gestatten, kommen unsere Gemeinden auch außerhalb der Sonntags- und Wochengottesdienste zusammen, um im fröhlichen Glauben zu wachsen, Gott zu loben und der Gemeinde zu dienen (z.B. zu Bibelstunden, Gesprächskreisen, Jugendkreisen, kirchenmusikalischer Arbeit,...). Unsere Kinder erhalten regelmäßig Unterricht in Gottes Wort.
Im Gehorsam gegenüber der biblischen Weisung (1Timotheus 2,12) wird bei uns das Pfarramt nur Männern übertragen. Unsere Pfarrer erhalten nach einem vollen Theologiestudium, in dessen Verlauf sie auch die alten Sprachen für die Arbeit am hebräischen und griechischen Grundtext der Bibel lernen, durch Gemeindeberufung und Ordination den Auftrag zu öffentlicher Wortverkündigung, Sakramentsverwaltung und Seelsorge. Ihr besonderes Bemühen gilt besonders Alten und Kranken, aber auch denen, die den Gottesdiensten fernbleiben oder auf andere Weise Gottes Gebote
missachten. Dabei ist es das Ziel, sie zum Heiland der Sünder zurückzurufen, damit sie nicht
verloren gehen. Wenn das trotz langen Bemühens nicht erreicht werden kann, muss
die Gemeinde nach Gottes Willen solchen Gliedern die Kirchengliedschaft absprechen (vgl. Matthäus 18,15-18).
Unsere Kirche erhebt keine Kirchensteuern. Wenn die Glieder der Gemeinden das Wort ihres Schöpfers und Erlösers lieb haben und daraus leben, opfern sie freiwillig und reichlich. Das haben wir dankbar erfahren.