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Anhang 7:

Christliche Fragestücke zur Vorbereitung auf das heilige Abendmahl

 

Nach der Beichte kann der Beichtvater oder auch jeder sich selbst fragen:

 

  1. Glaubst du, dass du ein Sünder bist?

Ja, ich glaube, dass ich ein Sünder bin.

  1. Woher weißt du das?

Ich weiß es aus den Zehn Geboten, die ich nicht gehalten habe.

  1. Tun dir deine Sünden leid?

Ja, es tut mir leid, dass ich vor Gott gesündigt habe.

  1. Was hast du mit deinen Sünden vor Gott verdient?

Ich habe seinen Zorn und Ungnade, zeitlichen Tod und ewige Verdammnis verdient.

  1. Hoffst du trotzdem selig zu werden?

Ja, ich hoffe es.

  1. Worauf gründest du diese Hoffnung?

Meine Hoffnung gründet sich auf meinen Herrn Jesus Christus.

  1. Wer ist Jesus Christus?

Er ist Gottes Sohn, wahrer Gott und wahrer Mensch.

  1. Wie viele Götter gibt es?

Es gibt nur einen Gott, aber drei Personen: Vater, Sohn und Heiligen Geist.

  1. Was hat Christus für dich getan, dass er dein Trost und deine Hoffnung sein kann?

Er ist für mich gestorben und hat sein Blut am Kreuz für mich vergossen zur Vergebung der Sünden.

  1. Ist auch der Vater für dich gestorben?

Nein, denn der Vater und der Heilige Geist sind nur Gott. Aber der Sohn ist wahrer Gott und wahrer Mensch. Der sollte und konnte für mich sterben und sein Blut für mich vergießen.

  1. Woher weißt du das?

Ich weiß das aus dem heiligen Evangelium der Bibel und besonders aus den Einsetzungsworten des Sakraments. Im heiligen Abendmahl empfange ich Christi Leib und Blut als Pfand dafür.

  1. Wie lauten die Einsetzungsworte?

Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis. – Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.

  1. Glaubst du, dass im Sakrament der wahre Leib und das wahre Blut Christi da sind?

Ja, ich glaube es.

  1. Warum glaubst du das?

Ich glaube das, weil Christus sagt: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib; trinket alle daraus, das ist mein Blut.

  1. Was sollen wir tun, wenn wir seinen Leib essen und sein Blut trinken und so das Sakrament als Pfand empfangen?

Wir sollen Christi Tod und Blutvergießen verkündigen und daran denken, was er uns gelehrt hat: Solches tut, so oft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.

  1. Warum sollen wir an seinen Tod denken und ihn verkündigen?

Wir sollen immer von neuem lernen und glauben

Über diesen Heiland sollen wir uns herzlich freuen, und durch solchen Glauben an ihn ewig selig werden.

  1. Was hat ihn denn bewogen, für deine Sünden einzutreten und zu sterben?

Die große Liebe zu seinem Vater, zu mir und zu allen anderen Sündern hat ihn dazu bewogen (vgl. Joh 15,13; Röm 5,8; Gal 2,20; Eph 5,2).

  1. Warum willst du jetzt zum Sakrament gehen?

Ich möchte durch das Sakrament wieder neu glauben und verstehen lernen, dass Christus um meiner Sünde willen aus großer Liebe gestorben ist. Außerdem soll ich von ihm auch lernen, Gott und meinen Nächsten zu lieben.

  1. Was soll einen Christen bewegen, das Sakrament oft zu empfangen?

Christi Gebot und Verheißung sollen einen Christen oft zum Sakrament locken und treiben. Das gleiche gilt von der eigenen Not eines Christen, wegen der ja Christus so dringend und herzlich gebietet, lockt und verheißt.          

  1. Was soll aber der tun, der solche Not nicht fühlt und kein Verlangen hat, das Sakrament zu empfangen?

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