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Anhang 5:

Kurze Zeittafel zur Kirchengeschichte

Jahre n. Chr.

Begebenheit der Kirchengeschichte

um 30

Christi Tod und Auferstehung. Ausgießung des Heiligen Geistes

50-58

Missionsreisen des Apostel Paulus

um 64

Paulus und Petrus sterben in Rom den Märtyrertod

70

Zerstörung Jerusalems

64-311

Zehn große Christenverfolgungen im Römischen Reich.

Märtyrer: Ignatius, Justin, Polykarp, Irenäus, Origines, Cyprian u. a.

311/324

Das Christentum wird durch Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erhoben. Der Sonntag wird gesetzlicher Feiertag.

325

Konzil in Nizäa, Nizänisches Glaubensbekenntnis

350-1000

Christianisierung der Germanen

(u.a. Wulfila † 383, Bonifatius † 754, Karl der Große † 814)

354-430

Kirchenvater Augustin

800-1000

Christianisierung der Slawen (Kyrill und Method, 863)

1054

Trennung der morgenländischen und abendländischen Christenheit.  Konstantinopel und Rom werden Sitze der Kirchenfürsten.

1096-1270

Zeit der sieben Kreuzzüge. Das Papsttum auf der Höhe seiner Macht. Die Kirche gerät immer tiefer in Aberglauben und Abgötterei, vor allem in die antichristliche Lehre und Praxis, sich selbst durch »gute Werke« zu erlösen (z. B. Bilderanbetung, Marienkult, Mönchtum, Wallfahrten, Rosenkranzbeten)

1291

Palästina wird von den Türken erobert

1414-1418

Konzil in Konstanz. Jan Hus wird 1415 verbrannt.

1483

(10. November) Martin Luther in Eisleben geboren

1505

Luthers Eintritt in das Kloster der Augustiner-Eremiten in Erfurt

1512

Luther wird Doktor der Theologie in Wittenberg

1517

(31. Oktober) Anfang der Reformation. Luther schlägt 95 Thesen über Buße und Ablass an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Ablasskrämer Tetzel.

1521

Reichstag in Worms. Luther wird in Acht und Bann getan.

1521/1522

Luther auf der Wartburg. Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche.

1525

Luther heiratet Katharina von Bora

1529

Luther verfasst den Großen und den Kleinen Katechismus

1530

(25. Juni) Übergabe der Augsburgischen Konfession auf dem Reichstag in Augsburg

1534

Luther und seine Mitarbeiter vollenden die Übersetzung der Bibel ins Deutsche.

1537

Luther verfasst die Schmalkaldischen Artikel

1546

(18. Februar) Martin Luther in Eisleben gestorben

1555

Augsburger Religionsfriede: Immerwährende Religionsfreiheit für die lutherische Kirche

1577

Konkordienformel (Jakob Andreä, Martin Chemnitz, Nikolaus Selnecker)

1580

Konkordienbuch der lutherischen Kirche (vgl. Anhang 3)

1648

Der Westfälische Friede beendet den 30jährigen Krieg. Der Augsburger Religionsfriede wird bestätigt und auf die reformierte Kirche ausgedehnt.

um 1705

Zeit des Pietismus: Philipp Jakob Spener, August Hermann Francke

1706

Erste lutherische Missionare in Tranquebar/Ostindien: Bartholomäus Ziegenbalg und Heinrich Plütschau

1817

Einführung der Union in Preußen durch König Friedrich Wilhelm III. (ebenso in Nassau und Baden). Die lutherische Kirche hört dort auf, selbständig als Landeskirche zu bestehen. Sie sollte mit der reformierten die neue evangelische Kirche bilden.

1830-1840

Durchführung der Union in Preußen. Bildung selbständiger evangelisch-lutherischer Gemeinden, zuerst in Breslau (Prof. J. G. Scheibel). Verfolgung der Lutheraner durch den preußischen Staat um ihres Glaubens willen (z. B. Pastor E. Kellner)

1845

Generalkonzession für die Lutheraner in Preußen: Sie dürfen in Preußen eine gesonderte Kirchengemeinschaft bilden.

1846

Bildung selbständiger evangelisch-lutherischer Gemeinden in Nassau (Pastor F. Brunn), die sich später der Ev.-Luth. Freikirche anschließen.

1870

Erstes Vatikanisches Konzil der römisch-katholischen Kirche: Es erklärt den Papst für unfehlbar in allen Fragen des Glaubens

1871

Bildung selbständiger evangelisch-lutherischer Gemeinden in Sachsen (Pastor F. Ruhland, Pastor O. Willkomm). Die Evangelisch-Lutherische Freikirche entsteht (1876).

1878

Bildung selbständiger evangelisch-lutherischer Gemeinden in Niedersachsen (Hermannsburg, Pastor Th. Harms)

1892

Gründung der Bleckmarer Mission. Seit 1952: Mission der lutherischen Freikirchen

1948

Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland (Zusammenschluss aller evangelischen Landeskirchen)

1948/1949

Aufrichtung der Kirchengemeinschaft zwischen allen lutherischen Freikirchen in Deutschland

1962-1965

Zweites Vatikanisches Konzil der römisch-katholischen Kirche

1969

Gründung des Bundes der Evangelischen Kirchen in der DDR

1972

Zusammenschluss der lutherischen Freikirchen in der BRD zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). In der DDR bestehen die Ev.-luth. (altluth.) Kirche und die Ev.-Luth. Freikirche weiter.