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4.0 / 4.1 / 4.2 / 4.3 / 4.4 / 4.5 / 4.6 / 4.7 / 4.8
Anhang 4.1
Sie lehrt im Gegensatz zur Heiligen Schrift:
dass Gottes Wort und Wille nicht nur in der Heiligen Schrift offenbart ist, sondern auch in der mündlichen Überlieferung, die angeblich auf die Apostel zurückzuführen ist (gegen Joh 5,39; 20,31; Apg 17,11; 2Tim 3,15f);
dass der Papst der Nachfolger Petri, der Stellvertreter Christi auf Erden, das sichtbare Haupt der Kirche und der unfehlbare Richter in Glaubenssachen ist (gegen Mt 23,8; Mt 20,25-27; Jak 3,2);
dass wir vor Gott gerecht werden nicht allein durch den Glauben, sondern auch durch unsere Werke; wer anders lehrt, wird verdammt (gegen Gal 2,16; Röm 3,28);
dass Christus nur für die Erbsünde Genugtuung geleistet hat, für die Tatsünden nur zum Teil; dass also die nicht gesühnten Sünden von uns selber durch die Messe und verdienstliche Werke wiedergutgemacht werden müssen (gegen 1Joh 1,7);
dass in der Messe Christus immer wieder für die Sünden der Lebenden und der Toten geopfert wird (gegen Hebr 10,14);
dass die verstorbenen Heiligen in ihrem Leben mehr gute Werke getan haben, als sie selber benötigen, und diese überschüssigen guten Werke anderen Menschen durch den Ablass zugute kommen (gegen Mt 16,26; Lk 17,10; 1Kor 3,8);
dass Maria frei von der Erbsünde war und nach vollendetem Lebenslauf mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde (gegen Lk 11,27f);
dass man die Heiligen, besonders die Jungfrau Maria, um ihre Hilfe und Fürbitte anrufen soll (vgl. die Fragen 201 und 202);
dass im heiligen Abendmahl Brot und Wein in Christi Leib und Blut verwandelt werden (gegen 1 Kor 10,16; vgl. Frage 289);
dass es ausreichend ist, wenn beim heiligen Abendmahl die Gemeinde nur das Brot empfängt und nicht den Wein (gegen 1Kor 11,26-29, wo Paulus an die ganze Gemeinde schreibt);
dass nicht nur Taufe und Abendmahl, sondern auch Firmung, Buße, letzte Ölung, Priesterweihe und Ehe von Christus eingesetzte Sakramente sind; und dass diese sieben Sakramente auch ohne Glauben „Gnaden“ verleihen (vgl. die Fragen 240 und 241);
dass es ein Fegefeuer (= Reinigungsfeuer) gibt, in welchem die im Glauben Verstorbenen für die im Leben noch nicht völlig wiedergutgemachten Sünden büßen müssen, ehe sie die Seligkeit empfangen (gegen Lk 23,43; Hebr 9,27; Offb 14,13; Lk 16,26).