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Das siebente Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Was heißt das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern im sein Gut und Nahrung bessern und behüten helfen.
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54. Was ist in diesem Gebot verboten?
Wir sollen nicht versuchen, Geld und Eigentum unseres Nächsten wegzunehmen oder mit verfälschter Ware und betrügerischen Geschäften an uns zu bringen.
55. Welche Sünden sind hier besonders verboten?
Besonders verboten sind:
Raub und Diebstahl von privatem und gemeinschaftlichem Eigentum,
unmäßiger Gewinn aus Waren und Vermögen (Wucher) oder Ausbeutung anderer Menschen,
jede Form von Betrug (z.B. bei Verkäufen, in Versicherungsangelegenheiten, bei Steuererklärungen, bei der Abrechnung von Arbeitsleistungen, Arbeitszeit, Materialverbrauch, Warenqualität usw.),
jede Form von Arbeitsbummelei,
die Verharmlosung von Diebstahl,
Geiz und Habsucht,
Neid und Unzufriedenheit.
Raub und Diebstahl:
(134) Eph 4,28*: Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe mit den Händen etwas Gutes, auf dass er habe, zu geben dem Bedürftigen.
Unmäßiger Gewinn:
(135) Hab 2,6: Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremdem Gut – wie lange wird's währen? – und häuft viel Pfänder bei sich auf!
(136) 3Mose 25,36: Du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, dass dein Bruder neben dir leben könne.
(137) Jer 22,13: Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten lässt und gibt ihm seinen Lohn nicht.
Betrug:
(138) 1Thess 4,6: Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist ein Richter über das alles.
(139) 3Mose 19,35f: Ihr sollt nicht unrecht handeln im Gericht, mit der Elle, mit Gewicht, mit Maß. Rechte Waage, rechtes Gewicht, rechter Scheffel und rechtes Maß sollen bei euch sein; ich bin der Herr, euer Gott.
Arbeitsbummelei:
(140) 2Thess.3,10: Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen.
Verharmlosung von Diebstahl:
(141) Spr 29,24: Wer mit Dieben gemeinsame Sache macht, hasst sein Leben; den Fluch hört er aussprechen und zeigt's nicht an.
Geiz und Habsucht:
(142) Lk 12,15: Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
(143) 1Tim 6,10*: Habsucht ist eine Wurzel alles Übels.
(144) 2Kor 9,6f: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wir er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Neid und Unzufriedenheit:
(BG) Jos 7 Achan nimmt Gebanntes (Diebstahl)
2Kön 5,19-27 Gehasi und Elisa (Betrug)
Lk 10,25-37 Der barmherzige Samariter (Raub)
Lk 12,16-21 Der reiche Kornbauer (Habgier)
56. Was ist in diesem Gebot geboten?
Wir sollen unserem Nächsten helfen, sein Gut und seine Nahrung zu verbessern und zu schützen.
Beachte: Zur »Nahrung« gehört alles, was zum Lebensunterhalt benötigt wird.
57. Wie geschieht das?
Es geschieht, wenn wir unserem Nächsten mit Rat und Tat beistehen und ihm helfen, so dass sein Eigentum gemehrt und vor Schaden bewahrt wird.
(145) Mt 5,42: Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will.
(146) Spr 19,17: Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und der wird ihm vergelten, was er Gutes getan hat.
(147) Hebr 13,16: Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.
(148) Apg 20,35: Geben ist seliger als nehmen.
(BG) 1Mose 13,1-12 Abraham und Lot
Lk 19,1-10 Die Wiedererstattung des Zachäus