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(Äußere Taufhandlung)
Es bedeutet, dass der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewig lebe.
Wo steht das geschrieben?
Der Apostel Paulus spricht zu den Römern im sechsten Kapitel: »Wir sind mit Christus durch die Taufe begraben in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln« (Röm 6,4).
258. Welches verborgene Geschehen deutet das Untertauchen oder Begießen an?
Es deutet an:
dass in der Taufe unsere Schuld abgewaschen wird;
dass gleichzeitig unser gottloses Wesen untergeht, das wir von Adam geerbt haben (»alter Adam«), und ein neuer Mensch in uns geboren wird. Denn die Taufe ist das Bad der Wiedergeburt (vgl. Frage 109!).
Vgl. Tit 3,5!
(600)
2Kor 5,17*: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte
ist vergangen, siehe es ist alles neu geworden. Vgl. 1Kor 6,9-11!
259. Warum nennt Paulus die Wiedergeburt ein »Sterben und Auferstehen mit Christus«?
In der Taufe werden wir mit Christus verbunden, der für uns gestorben und auferstanden ist. Wir bekommen Anteil an der heilbringenden Kraft seines Sterbens und Auferstehens. Dies geschieht, indem der Heilige Geist das Sterben des alten und das Auferstehen des neuen Menschen in uns wirkt (Wiedergeburt).
Beachte: Diese neue Geburt vollzieht sich, wenn der Heilige Geist uns zum Glauben bringt, aus dem auch ein neues Leben fließt. Vgl. Röm 6,3f!
(601) 1Joh 5,1: Wer glaubt, dass Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren.
(602)
Gal 5,24*: Welche aber Christus Jesus angehören, die kreuzigen ihr
Fleisch samt den Lüsten und Begierden.
260. Ist das wunderbare Geschehen der Wiedergeburt mit der Taufe abgeschlossen?
Nein, sondern das Sterben des alten und Auferstehen des neuen Wesens in uns fängt in der Taufe an. Es soll und kann sich durch die Kraft der Taufe in unserem ganzen Leben vollziehen, wie die Heilige Schrift sagt.
Vgl. Martin Luthers 1.These von 1517: »Da unser Herr und Meister Jesus Christus spricht: Tut Buße usw., will er, dass das ganze Leben seiner Gläubigen auf Erden eine stete oder unaufhörliche Buße sein soll.«
(603) Eph 4,22: Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet.
(604)
Eph 4,24: Zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in
wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
261. Wie geschieht das tägliche Neuwerden?
Dieses Neuwerden geschieht, indem wir uns täglich in Reue
von der Sünde abkehren und uns immer neu im Vertrauen Christus und seiner
Vergebung zuwenden (vgl. zu Buße und Umkehr die Frage
269!). So können und
sollen wir durch die Kraft Christi die Sünde bekämpfen und ihm in dankbarer
Liebe täglich von neuem leben und dienen. Vgl. Röm 6,1-22!
262. Was haben wir deshalb bei der Taufe durch unsere Paten gelobt und bekräftigen es bei der Konfirmation?
Wir haben dem Teufel und all seinem Werk und Wesen abgesagt und versprochen, dem dreieinigen Gott allein zu dienen. Dieses Versprechen will uns noch besonders zu einem christlichen Leben verpflichten.
(605)
Ps 50,14: Opfere Gott Dank und erfülle dem Höchsten deine Gelübde.
263. Sollen wir uns noch einmal taufen lassen, wenn wir unseren Taufbund gebrochen haben?
Mit jeder Sünde haben wir den Taufbund gebrochen. Trotzdem
sollen wir uns nicht noch einmal taufen lassen, auch dann nicht, wenn wir ganz
vom Glauben abgekommen waren und von Gott zurückgerufen wurden; denn auf Gottes
Seite bleibt dieser Bund bestehen. In ihn nimmt er uns nach Reue und Umkehr
wieder auf.
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(606) Jes 54,10: Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
(607) 2Tim 2,13: Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen. Vgl. das Lied »Ich bin getauft auf deinen Namen«, Str. 4!