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Das dritte Gebot

Du sollst den Feiertag heiligen.

Was heißt das?

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen.

27.            Verlangt dieses Gebot auch von uns, dass wir den Sabbat oder andere Festtage halten, die Gott im Alten Bund geboten hatte?

Nein, denn Jesus Christus hat mit dem Neuen Bund die alttestamentlichen Feste und Speisevorschriften aufgehoben.

(51)     Mt 12,8: Der Menschensohn ist ein Herr über den Sabbat.

(52)     Kol 2,16f*: So lasst euch nun von niemandem ein schlechtes Gewissen machen wegen Speise und Trank oder wegen eines bestimmten Feiertages, Neumondes oder Sabbats. Das alles ist nur ein Schatten von dem, was in Zukunft kommen sollte; aber der Körper selbst ist in Christus.

(BG)    Apg 15,23-29 Apostelversammlung in Jerusalem

28.       Warum feiern wir dann aber den Sonntag und andere Feste?

Wir feiern diese Tage, nicht weil Gott sie geboten hat, sondern um Zeit und Gelegenheit zum gemeinsamen Gottesdienst zu haben. Vgl. Anhang 1 »Das Kirchenjahr«!

(53)     Hebr 10,25: Lasst uns nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen.

(54)     Apg 2,42: Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.

(55)     Apg 20,7: Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus (Der erste Tag der Woche war damals der Sonntag.) Vgl. Lk 24,1!

29.       Was ist also im dritten Gebot verboten?

Wir sollen die Predigt und Gottes Wort nicht verachten.

30.            Wodurch können denn Predigt und Gottes Wort verachtet werden?

Predigt und Gottes Wort werden verachtet, wenn wir das geschriebene oder auch verkündigte Wort Gottes und die Sakramente:

  1. entweder gar nicht    

  2. nur selten                       }            gebrauchen.

  3. oberflächlich            

(56)     Joh 8,47: Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.

(57)     Lk 10,16: Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.

(BG)    Mt 13,3-9; 13,18-23 Gleichnis vom viererlei Acker

            Lk 7,30 Pharisäer und Schriftgelehrte

31.       Was ist dagegen im dritten Gebot geboten?

Wir sollen die Predigt und Gottes Wort:

  1. heilig halten,

  2. gerne hören und

  3. gerne lernen.

Heilig halten:

(58)     Jes 66,2: Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.

(59)     Pred 4,17: Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, dass du hörest.

(60)     1 Thess 2,13: Darum danken auch wir Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort.

Gerne hören:

(61)     Ps 26,8: Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.

(62)     Ps 119,105: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

(63)     2 Petr 1,19: Um so fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

Gerne lernen:

(64)     Kol 3,16: Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.

(65)     Lk 11,28: Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.               

32.       Worin zeigt sich unsere Liebe zu Gottes Wort heute?

Sie zeigt sich darin:

  1. dass ich jede Gelegenheit nutze, Gottes Wort zu hören  (z. B. Gottesdienst, Bibelstunde, Hausandacht, Bibellese)

  2. und mit meinen Gaben zur Ausbreitung des Reiches Gottes beitrage (z. B. Mitarbeit in der Gemeinde, Mission, Erhaltung des Predigtamtes).

Vgl. Frage 186!

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(66)     Jak 1,22: Seid aber Täter des Worts und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.

(67)     Gal 6,6: Wer unterrichtet wird im Wort, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten.

(68)     1 Petr 4,10: Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.

(BG)    Lk 2,36-38 Die Prophetin Hanna

            Lk 2,41-52 Der zwölfjährige Jesus im Tempel

            Lk 2,51 Jesu Mutter

            Lk 10,38-42 Maria und Martha

            Joh 4,39-42 Die Samariterin am Jakobsbrunnen

            Apg 13,1-3 Die Gemeinde in Antiochien

            Apg 17,11 Die Gemeinde in Beröa