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Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist.
Was heißt das?
Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Frau, Gehilfen oder Vieh nicht ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.
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71. Was ist in diesem Gebot verboten?
Wir sollen den Ehepartner oder die Arbeiter, Freunde und Helfer unseres Nächsten nicht durch Druck oder durch Angebote dazu bewegen, dass sie ihn im Stich lassen und zu uns kommen (vgl. 6., 7. und 8. Gebot).
(163a) Röm 13,9: Du sollst nicht begehren.
(BG) 2Sam 11 Davids Ehebruch
2Sam 15,1-6 Absalom
72. Was ist in diesem Gebot geboten?
Wir sollen diese Menschen anhalten, dass sie bei unserem Nächsten bleiben und tun, was sie schuldig sind.
(BG)
Der Brief an Philemon
73. Woran will uns Gott erinnern, wenn er sagt: »Du sollst nicht begehren«?
Gott will uns mit den letzten beiden Geboten daran erinnern,
dass vor ihm auch schon das böse Begehren Sünde ist, und
dass wir überhaupt nichts Böses begehren sollen, sondern das ganze Verlangen unseres Herzens allein auf Gott und alles Gute ausrichten.
(164) Röm 7,7: Die Sünde erkannte ich nicht außer durchs Gesetz. Denn ich wusste nichts von der Begierde, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: »Du sollst nicht begehren!«
(165) Jak 1,14f: Ein jeder, der versucht wird, wird von seinen eigenen Begierden gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod.
(166) Mt 5,48: Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Vgl. 3Mose 19,2!
(167) Ps 37,4: Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wünscht.